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Baggerseepiraten segeln nach Auerbach (Vorbericht HSG Rodgau Nieder-Roden)

30/9/2015

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Auch nach dem dritten Auswärtsspiel soll gejubelt werden

Sportliches Neuland betreten die Handballer der HSG mit ihrem Auswärtsspiel am Samstagabend in der Oberpfalz. Noch niemals zuvor kreuzte man mit dem SV 08 Auerbach in einem Pflichtspiel die Klingen - wohl aber in der diesjährigen Vorbereitung bei einem Blitzturnier.

Besonders gute Erinnerungen daran hat man nicht, denn in den 2 x 20 Minuten Spielzeit zeigten die Rodgauer eine desolate Leistung und unterlagen dem Aufsteiger aus Bayern verdient. Seitdem sind einige Wochen vergangen, die Saison ist mittlerweile schon 5 Spieltage alt und als eines von drei Teams haben die Jungs von Trainer Hauptmann noch eine blütenreine Weste. Daß dies auch nach dem Auftritt südlich von Bayreuth so bleiben soll, ist das erklärte Ziel. In der Tat geht man nach 5 Siegen in Folge mit jeder Menge Selbstvertrauen auf die 260 Kilometer lange Reise und möchte die Leistungen der letzten Wochen unbedingt bestätigen. Das wird gegen die heimstarken Oberpfälzer schwer genug, die bisher ergatterten 4 Punkte wurden alle in der heimischen Helmut-Ott-Halle geholt, zuletzt gewann man nach einem packenden Spiel mit 32:31 gegen Hessenmeister TV Gelnhausen. Die Euphorie ist groß, auch dem nächsten Gast aus Hessen ein Bein zu stellen und daher muß man gerade vor dem variablen Angriffsspiel der Auerbacher extrem auf der Hut sein.

Da trifft es sich gut, daß das Prunkstück der Rodgauer derzeit die Deckungsarbeit ist, die die bisherigen Gegner vor teils unlösbare Aufgaben gestellt hat. Im Durchschnitt hat man pro Partei gerade einmal 23 Gegentore zugelassen, der zweitbeste Ligawert hinter Primus Hüttenberg. Mit Sicherheit ist dies ein Verdienst von Stammtorhüter Marco Rhein, der sich seit Rundenbeginn in bestechender Form zeigt. Doch auch die sehr aufmerksame Deckung, immer wieder hervorragend organisiert von Alex Hess, trägt ihren Teil zur Defensivstärke bei. Im Angriff hat Trainer Hauptmann nach dem Comeback von Kreisläufer Schmid noch eine zusätzliche Alternative, auch wenn Schmid nach eigenen Worten „erst bei 90 % angelangt“ ist.

Die Baggerseepiraten werden zwar als Favorit in die 60 Minuten gehen, unterschätzen wird den Gegner aber niemand: „Wir sind durch die Niederlage in der Vorbereitung gewarnt und werden dort wieder Vollgas geben, um mit zwei Punkten zurückzukommen, das muß die Zielsetzung sein“, so Kapitän Marco Rhein.

Sprungbrett HSG Rodgau Nieder-Roden

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Auerbach erkämpft sich knappen Sieg (Spielbericht SV 08 Auerbach)

28/9/2015

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Etwa 430 Zuschauer kamen am Samstag voll auf ihre Kosten in der Helmut-Ott-Halle. Nach einer spannenden Handballpartie zweier Mannschaften auf Augenhöhe setzte sich am Ende der heimische SV 08 Auerbach knapp mit 32:31 (16:15) durch und errang damit seinen zweiten Sieg in der noch jungen Saison. Mit 4:6 Punkten verbleibt der Aufsteiger weiterhin auf Rang Neun und führt die zweite Hälfte der Tabelle an.

„Ich denke, wir haben ein typisches „Unentschieden-Spiel“ gesehen“ meinte Gelnhausens Trainer Andreas Halman nach einer für alle Beteiligten spannenden Partie. Damit traf er durchaus den Kern des Spielverlaufs, denn die beiden Teams hatten sich über 60 Minuten einen sehr ausgeglichenen Schlagabtausch geliefert.

Auerbach trat mit den angeschlagenen Andreas Wolf und Philipp Schöttner an, die noch zwei Tage zuvor eher skeptisch ob ihrer Teilnahme waren. Wolf hatte noch am Donnerstag abgesagt, sich aber am Freitag dennoch mit Schmerzen durch das Training gequält, um in diesem wichtigen Spiel dabei sein zu können. Lohn für diesen Einsatz sind zwar Schmerzen in der Leiste, aber auch zwei Punkte fürs Team. „Ich kann zwar kaum mehr laufen, aber der Sieg macht Vieles wett“, lautete sein glücklicher Kommentar kurz nach der Schlusssirene. Die Blau-Weißen starteten bereits nach etwas mehr als einer halben Minute mit 1:0 in die Partie. Im Vergleich zur Vorwoche deutlich verbessert, wuchtete Felix Müller das Spielgerät ins gegnerische Netz, ganz zur Freude der von Beginn an lautstarken Tribüne. Und es sollte nicht sein letztes Tor an diesem Tage sein. „Ich hatte in Hüttenberg gesagt, ich hoffe ja doch, dass es auch wieder bessere Tage geben wird“ erklärte der beste Feldtorschütze des Tages nach dem Spiel. Bei aller Freude konnte man ihm und seinen Kollegen jedoch auch die Anstrengungen der letzten Stunde ansehen, ähnlich den unglücklich unterlegenen Gästen aus Hessen. Einzig im Gesichtsausdruck unterschieden sich die ausgepumpten Akteure.

In den ersten zehn Minuten lieferten sich beide Teams eine ausgeglichene Partie, Auerbach legte einen Treffer vor, Gelnhausen glich aus, nur um selbst die Führung zu übernehmen und gleich wieder abzugeben. Es zeigte sich schnell, dass die heimische Abwehr diesmal nicht ganz so stabil war, wie zuletzt und dass auch die Torhüter zunächst nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Auf der anderen Seite scheiterten die blau-weißen Werfer immer wieder am gut aufgelegten Julian Lahme im Gelnhäuser Kasten. Einzig Maximilian Lux konnte den Keeper ein ums andere Mal mit seinen sicher verwandelten Strafwürfen überwinden. Nach etwa 13 Minuten legten die Gäste noch einen Treffer drauf und gingen durch zwei Tore des in dieser Phase von der Abwehr kaum zu haltenden Linkshänders Fabian Eurich mit 5:7 in Führung. Als nach etwas mehr als einer Viertelstunde der Gästevorsprung gar auf drei Tore anwuchs (6:9), hatte manch einer die Befürchtung, die Wannenmacher-Sieben würde schon früh dem reduzierten Kader Tribut zollen müssen. Doch es dauerte nur bis zur 21. Minute, bis die Gastgeber durch einen 4:0 Lauf das Spiel nicht nur ausglichen, sondern sich zur Freude des immer lauter werdenden Publikums mit 10:9 die Führung zurückholten.

Spätestens nach einem von Andreas Bayerschmidt gehaltenen Strafwurf von Fabian Eurich zeigte die Blau-Weiße Tribüne ihre Unterstützerqualitäten und quittierte fast jede Spielsituation mit lautstarker Begeisterung oder Ablehnung. Doch auch die Hessen ließen sich nicht lumpen und hielten dagegen. Bis zur Pause hielten sie den Rückstand bei einem Tor und so wurden beim Stand von 16:15 die Seiten gewechselt.

Bereits zwanzig Sekunden nach der Pause glichen die Gäste aus und eroberten sich die Führung, nur um sie nach zwei Toren durch Andreas Wolf wieder abzugeben. Das Spiel wurde zusehends spannender mit ständig wechselnden Führungen, aber auch mit Fehlern auf beiden Seiten, gefolgt von „leichten“ Toren hüben wie drüben. Zur Mitte der zweiten Hälfte nutzten die Barbarossastädter kurzzeitig einige nicht genutzte Chancen der Gastgeber um noch einmal mit zwei Toren in Führung zu gehen (23:25), doch auch diesmal zeigte sich der Wille des Gastgebers, diese Spiel noch zu seinen Gunsten zu entscheiden. Ein Strafwurf durch Maximilian Lux und eines seiner beiden Feldtore brachten den erneuten Ausgleich. Das Gegentor der Gäste beantwortete Ralph Weiss mit dem Tor des Tages, als er in größter Bedrängnis auf Zuspiel von Tobias Wannenmacher vom Kreis aus Julian Lahme mit einem Heber überwand. Die Halle stand Kopf, auch weil die Spannung immer größer und fast mit Händen zu greifen wurde. Felix Müller tauchte nun auf fast allen Positionen auf. Einmal traf er von Halblinks, dann wieder versuchte er es von Halbrechts, nur um im nächsten Angriff von Linksaußen zu werfen. „Wir haben Müller zwar kurz in Manndeckung genommen, und ich weiß nicht, warum meine Mannschaft das so schnell wieder gelassen hat, aber er hätte heute von überall aus getroffen“ lobte Gästetrainer Halman den Auerbacher. Aber auch Andreas Wolf kam nun immer besser zur Geltung und half, die Spannung hoch zu halten.

Zwei Minuten vor dem Ende brachte er seine Farben zum wiederholten Mal mit einem Tor in Führung (31:30). Den erneuten Ausgleich beantwortete kein anderer als Felix Müller und erzielte damit nach dem ersten auch das letzte Tor des Spiels. Die letzte Minute enthielt dann noch einmal fast alles, was der Handball zu bieten hat. Offene Manndeckung, beidseitige Auszeiten, eine Strafzeit gegen Philipp Schöttner, angezeigtes Zeitspiel und eine letztlich den Sieg rettende Parade durch Andreas Bayerschmidt.

„Handball kann man nicht erklären“ lautete die kurze Zusammenfassung von Tobias Wannenmacher. „Ich weiß nicht, warum wir heute gewonnen haben, warum überhaupt jemand dieses Spiel hat gewinnen müssen. Der einzige minimalen Vorteil meiner Jungs könnten die zwei Jahre 3. Liga sein, die sie den Gelnhäusern voraus haben. Das Wichtigste für uns ist jedoch der Sieg und die Punkte.“

Statistik:
SV 08 Auerbach: Bayerschmidt, Goebel, Tannenberger (2), Weiss (1), Lux (9/7), Wannenmacher, Herold, Büttner, Schramm (2), Müller (9), Wolf (6), Schöttner (3)
TV Gelnhausen: Lahme, Sulzbach, Jankovic, Eidam (3/3), P. Jambor (1), H. Schreiber (4), Gerst (4), Wenisch, Drieß (2), Zörb (2), Pape, M. Jambor (5), Müller (3), Eurich (7/1)
Strafwürfe: Lux 7/7 – Eidam 3/3, Eurich 2/1
Strafzeiten: 3/6 (Weiss, Wolf Schöttner – Zörb, Müller je 2, P. Jambor, Drieß)
Schiedsrichter: Tobias Fröbe / Marcus Pesth
Spielfilm: 1:0, 2:1, 3:2, 3:4, 5:6, 5:7, 6:9, 9:9, 10:9, 13:11, 15:13, 16:15 – 16:16, 16:17, 18:17, 19:20, 21:20, 23:22, 23:25, 28:29, 30:29, 32:31

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Tritt auf die Euphoriebremse (Vorbericht TV Gelnhausen)

28/9/2015

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Die Sieges-Sensation von Dresden ist zwar erst wenige Tage alt, aber für die Drittliga-Handballer des TV Gelnhausen ist dieser Coup schon wieder Schnee von gestern. Nach dem ersten doppelten Punktegewinn wollen die Barbarosssastädter im Aufsteiger-Duell beim SV Auerbach (Anwurf: Samstag, 18.30 Uhr, Helmut-Ott-Halle) natürlich nachlegen. Wobei Chefcoach Andreas Kalman eindringlich vor den Oberpfälzern warnt, denn für den Realisten auf der TVG-Bank ist nach wie vor jede Euphorie fehl am Platz.

"Wenn jetzt schon wieder welche davon reden, dass wir nach dem Erfolg in Dresden in der Liga angekommen seien, dann geht das total in die falsche Richtung. Es geht darum, sich in jedem Spiel neu zu fokussieren, um seine Chance zu kämpfen immer mindestens 100 Prozent zu investieren. Nur wenn alle bei uns das verinnerlichen, kommen wir entscheidend weiter in dieser 3. Liga.“ In personeller Hinsicht sieht es bei den Rot-Weißen wieder besser aus: Björn Pape hat seine Blessur aus der Vorwoche überwunden und ist einsatzfähig, zudem steht Sven Schreiber nach überstandenem Kreuzbandriss vor einem Comeback. Mehr dazu lesen Sie in der GNZ vom 25. September 2015.

Sprungbrett Gelnhäuser Neue Zeitung

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Überraschungsteam zu Gast in Auerbach (Vorbericht SV 08 Auerbach)

28/9/2015

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Ein schweres Heimspiel erwartet die Handballer des SV 08 Auerbach an diesem Wochenende, denn mit dem TV Gelnhausen kommt ein Mitaufsteiger in die Helmut-Ott-Halle, dessen Saisonziel genau dem der Oberpfälzer entspricht. Die Hessen wollen außerdem ihren Sensationserfolg vom vergangenen Spieltag vergolden, indem sie dem Sieg beim Ligakrösus HC Elbflorenz Dresden einen weiteren Auswärtssieg folgen lassen. Anpfiff in der Helmut-Ott-Halle ist wie gewohnt um 18:30 Uhr.
 
„Lehrgeld gut angelegt“ könnte man dem kommenden Gastteam entgegenrufen. Nachdem der TV Gelnhausen die ersten Partien der Saison gegen den TuS Fürstenfeldbruck, den HSc Bad Neustadt und den TSV Rödelsee allesamt verloren hatte, sprach man von Lehrgeld, das man als Aufsteiger bezahlen muss. Am vergangenen Wochenende zeigte sich dann, dass dieses offenbar sehr gut angelegt wurde, besiegte man doch mit dem HC Elbflorenz einen der Meisterschaftsfavoriten in eigener Halle mit 28:29. Dabei zeigte das Team um Trainer Andreas Kalmann seine größte Qualität, den bedingungslosen Kampf und Einsatz bis zur letzten Sekunde des Spieles. Schon in den Begegnungen zuvor hatten die Hessen teilweise aussichtslose Zwischenergebnisse ignoriert und in der zweiten Hälfte die Partien fast noch gekippt.
 
So war der HSC Bad Neustadt einer Viertelstunde bereits mit 12:5 enteilt und hatte auch zur Pause eine scheinbar komfortable Führung von 19:14 mit in die Kabinen genommen. Doch die Barbarossastädter kämpften sich wieder auf 20:20 heran, bevor sie durch individuelle Fehler doch noch die Segel streichen mussten. Einem in Teilen ähnlichen Spielverlauf folgte die dritte Niederlage im dritten Spiel gegen den TSV Rödelsee. Zur Pause bereits mit 13:23 fast aussichtslos zurück, gewann der TVG zwar die zweite Hälfte mit 14:9, konnte jedoch den Rödelseer Sieg nicht mehr abwenden. Auch in Dresden war man zunächst im Rückstand (6:2), brachte dann jedoch den Favoriten mit einer äußerst aggressiven 6-0-Deckung aus dem Rhythmus, glich zu Pause aus (11:11), kontrollierte zur Überraschung nicht nur der Dresdner Fans die zweite Hälfte und holte ausgerechnet beim Aufstiegsfavoriten die ersten beiden Punkte der Saison. Teambetreuer Christopher Thomas fasste den Sieg mit den Worten „ Der Wille, uns für den Sieg zu quälen, war größer als im Team des Gegners“ zusammen. Dabei schrecken die Barbarossastädter auch nicht davor zurück, in der Defensive alles auf eine Karte zu setzen und Zeitstrafen bis hin zur Roten Karte zu riskieren.
 
„Gelnhausen hat die Qualität und dank einer Kooperation mit dem Bundesligisten HSG Wetzlar auch die Erfahrung, die man braucht, um in der 3. Liga zu bestehen.“ Mit diesen Worten warnte Auerbachs Spielertrainer sein Team davor, den Gegner wegen seiner bisherigen Ergebnisse zu unterschätzen. „Spätestens nach dem Sieg in Dresden werden sie mit breiter Brust in der Helmut-Ott-Halle auflaufen.“ Doch nicht nur das überraschende Ergebnis vom letzten Samstag bietet den Hessen Gründe für ein gesundes Selbstvertrauen. Jahrelang war der TV Gelnhausen zunächst Mitglied in der 2. Bundesliga (1988–1993 und 2002-2007), bevor man einige Jahre in der 3. Liga verbringen musste. Trainer Andreas Kalmann formte aus dem Absteiger in die hessische Oberliga ein schlagkräftiges Team, das in der vergangenen Saison souverän den Meistertitel errang. Das Team blieb weitestgehend zusammen und wurde dank der Kooperation mit der HSG Wetzlar durch zwei hochwertige Jugendliche ergänzt werden. So laufen mit einem Zweitspielrecht ausgestattet am Kreis Moritz Zörb und im linken Rückraum Jugendnationalspieler Jonas Müller für den TVG auf. Dreh- und Angelpunkt der Offensive ist nach wie vor der Bundesligaerfahrene Spielmacher Frank Eidam. Unterstützt wird er von Linkshänder Yannick Wenisch und von Philip Deinet im Rückraum, sowie von Hendrik Schreiber, einem weiteren Jugendnationalspieler. Bester Torschütze bisher ist jedoch Fabian Eurich, der mit insgesamt 28 Treffern die Torschützenliste des TVG anführt. Zudem erwartet die Auerbacher Offensive mit Julian Lahme und Marius Sulzbach ein starkes Torhütergespann.
 
Dass ausgerechnet jetzt Andreas Wolf und Philipp Schöttner angeschlagen sind und mit Ferdinand Neuß und Matthias Schnödt zwei Ausfälle zu beklagen sind, will Tobias Wannenmacher nicht als Ausrede gelten lassen. „Wir haben einen sehr engen Kader und müssen bei jedem Ausfall improvisieren. Außerdem hat auch Gelnhausen mit einigen Verletzungen zu kämpfen.“ Es ist fraglich, ob Andreas Wolf (Adduktoren) und Philipp Schöttner (Bänderdehnungen im Wurfarm) gegen Gelnhausen auflaufen können. Sollten sie ausfallen, wird es sehr viel Platz auf der Auerbacher Bank geben. „Dann muss eben der „Achte Mann“ etwas mehr ran,“ hofft Wannenmacher auf die gewohnt lautstarke Unterstützung von der Tribüne. Im Vorspiel zu dieser Drittligapartie bestreitet ab 16:00 Uhr die Dritte Mannschaft des SV 08 ihr erstes Saisonspiel gegen die SG DjK Erlangen/Baiersdorf II.
 
Aufstellung: Bayerschmidt, Goebel, Tannenberger, Weiss, Wannenmacher, Lux, Herold, Büttner, Schramm, Müller, Wolf (?), Schöttner (?)

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Festung besser geschützt + Mühsamer Arbeitssieg für Hüttenberg (Spielberichte TV 05/07 Hüttenberg

21/9/2015

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Festung besser geschützt

3. LIGA MÄNNER TV Hüttenberg landet Heimsieg gegen SV Auerbach und bleibt verlustpunktfrei / Ritschel zur Stelle


HÜTTENBERG. Von Patrick Olbrich. - Das Duell zwischen dem gastgebenden TV Hüttenberg und dem SV Auerbach am Samstagabend im Sportzentrum Hüttenberg erinnerte an eine Art Gesellschaftsspiel, bei dem die Hauptaufgabe der beiden Parteien darin besteht, die eigene Festung zu beschützen. Das bessere Resultat erzielten dabei die Hausherren schlussendlich, weil deren Angriffsreihen insgesamt doch etwas gefährlicher waren und daher den Kontrahenten mit 22:17 (12:7) distanzierten.

TV Hüttenberg – SV Auerbach 22:17
„Heute hat mir vieles, gerade im Umschaltspiel, nicht so gut gefallen wie noch in den letzten Wochen. Dafür haben wir hinten den Grundstein für den Sieg gelegt“, lautete das Fazit von TVH-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson, dessen Schützlinge innerhalb der ersten acht Spielminuten die einzigen beiden eingetragenen Torschützen auf dem Spielbogen waren.
Zwar taten sich die Hüttenberger bei den eigenen Offensivbemühungen ebenfalls recht schwer, doch die Gäste hatten sichtlich noch größere Probleme, insbesondere da auch Hüttenbergs Keeper Matthias Ritschel unmittelbar zur Stelle war. Kurz vor der Pause gelang es den Hausherren schließlich, sich etwas abzusetzen. Dies war auch darin begründet, dass Routinier Damir Doborac einen guten Job als Angriffsmotor verrichtete, auch in schwierigen Situationen gute Lösungen fand und, wie etwa beim 12:7, auch selbst gefährlich wurde (30.).

Erst im zweiten Durchgang wurden die Auerbacher dann ebenbürtig hinsichtlich ihres Schlussmannes, denn die Einwechselung des ehemaligen Erlangers Andreas Bayerschmidt brachte neue Stabilität in letzter Instanz. Dazu kam ein haarsträubendes Überzahlspiel der Blau-Roten, die in doppelter Überzahl drei Gegentore kassierten und den SV damit wieder auf 12:16 heranließen (40.).

„Das müssen wir in jedem Fall in der nächsten Trainingseinheit aufklären, denn das hat mich persönlich sehr geärgert“, monierte Eyjolfsson, dessen Farben aber zumindest ihre defensive Grundstabilität aufrechterhielten und damit den Gästen kaum Luft zum Atmen überließen. Dadurch setzte sich der TVH in der 53.Spielminute wieder auf 20:14 durch einen Treffer von Tom Warnke ab und lieferte damit eine Vorentscheidung. Die letzten Spielminuten ließen die Hausherren dann mit cleverer Hand verstreichen, ohne dass es Auerbach gelang, noch zentrale Impulse zu setzen.
„Wir haben nun schon gegen Bad Neustadt, Elbflorenz und Hüttenberg gespielt, wobei die Mittelhessen wohl das kompletteste Team waren. Heute war es subjektiv gesehen sicher am Schwierigsten“, erörterte Tobias Wannenmacher, Trainer des Auswärtsteams, nach der Begegnung.

Hüttenberg: Ritschel, Schomburg (n.e.); Lambrecht (1), Wernig (5), Wagner, Warnke (2), Fernandes (1), Johannsson (3), Roth (1), Mappes (2/1), Hofmann, Pausch, Doborac (5), Semmelroth (2)
Auerbach: Goebel, Bayerschmidt (ab 30.); Tannenberger, Weiss (1), Lux (5/3), Wannenmacher, Herold, Büttner (2), Schramm (6), Müller, Wolf (3), Schöttner
Schiedsrichter: Hallmann/Lieker (Wuppertal/Solingen). – Zuschauer: 794. – Zeitstrafen: 10:8 Minuten (Lambrecht/2, Johannsson/2, Doborac – Weiss/2, Lux, Büttner). – Siebenmeter: 2/1:4/3. – Verworfene Siebenmeter: Lux scheitert an Ritschel (30.), Mappes scheitert an Bayerschmidt (43.).

Sprungbrett TV 05/07 Hüttenberg


Mühsamer Arbeitssieg für Hüttenberg


(mro) »Aufsteiger ist nicht gleich Aufsteiger. Das hat man heute gesehen. Auerbach hat sich erwartet stark präsentiert. Man darf nicht erwarten, dass wir jeden Neuling hier aus der Halle schießen«, lobte Hüttenbergs Kreisläufer Mario Fernandes nach dem Spielende den Gegner und warb für Verständnis. Denn: »Das war sicherlich kein schönes Spiel für die Zuschauer. In der Abwehr mit einem starken ›Ritschi» im Tor haben wir dem Gegner gut den Zahn gezogen. Aber vorne haben wir uns, warum auch immer, heute schwer getan«, gab Rückraumspieler Markus Semmelroth zu Protokoll.

Trotzdem stand nach 60 Minuten ein 22:17 (12:7)-Sieg des TV 05/07 Hüttenberg gegen den Bayernmeister SV 08 Auerbach zu Buche, mit dem die Mittelhessen ihre Bilanz auf makellose 8:0 Punkte ausbauten. Das dies keine Selbstverständlichkeit ist, zeigten die Ergebnisse der Konkurrenz. Die bis dato ebenfalls noch verlustpunktfreien Bad Neustadt und Dresden musste sich am Samstag nämlich erstmals in dieser Saison geschlagen geben, wobei die 28:29-Heimniederlage des Meisterschaftsfavoriten HV Elbflorenz gegen den TV Gelnhausen fast sensationell anmutet.

»Das macht unsere Punkte heute noch wichtiger«, unterstrich Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson wohl wissend, dass er viel Verbesserungspotenzial gesehen hatte. Denn, wer ein Offensivfestival wie zuletzt gegen den USV Halle erwartet hatte, wurde enttäuscht. »Bei beiden Mannschaften war das heute Kampf im Angriff. In unserem hat die Lockerheit gegen eine allerdings starke Deckung gefehlt«, hatte der Isländer auf der Hüttenberger Bank richtig erkannt.

So starteten die Hausherren zwar mit einem 2:0 durch Dominik Mappes und Daniel Wernig, konnten sich aber bereits gleich zu Beginn bei ihrem stark haltenden Kapitän Matthias Ritschel im Tor bedanken, »der uns gleich die ersten vier Bälle weggenommen hat«, wie Gäste-Spielertrainer Tobias Wannenmacher enttäuscht zur Kenntnis nehmen musste. Trotzdem gelang den Oberfranken nach neun Minuten durch den starken Linksaußen Kenny Schramm der erste Tagestreffer, dem Maximilian Lux per Tempogegenstoß den Ausgleich folgen ließ.

0:3-Lauf in doppelter Überzahl
Eyjólfsson hatte im Vorfeld vor dem starken Umschaltspiel des SV gewarnt. Dennoch war dies die am Samstagabend die gefährlichste Gäste-Waffe, die sie achtmal erfolgreich einsetzten. »Mit unserem Umschaltspiel bin ich heute nicht zufrieden. Wir hatten falsche Laufwege. Das gilt es, zu analysieren«, lautete die Erklärung des TVH-Trainers für eine zu hohe Fehlerquote, wodurch das Spiel weiter ausgeglichen war (5:5/17.). Mit der Hereinnahme von Damir Doborac kam zumindest etwas mehr Struktur in das Angriffsspiel der Blau-Roten, sodass diese sich über das 9:6 von Sebastian Roth in der 23. Minute bis zum Pausen-12:7 durch Doborac absetzen konnten.

Die Gäste reagierten und brachten den erstligaerfahrenen Neuzugang Andreas Bayerschmidt ins Tor, was sich aber zunächst nicht bemerkbar machte. Die Hausherren blieben dran und erhöhten durch einen Siebenmeter von Mappes in der 38. Minute auf 16:9. Das Spiel schien in sicheren Bahnen. Umso unerklärlicher war das, was dann passierte.

Der TVH baute den Gegner in eigener doppelter Überzahl mit einem 0:3-Torelauf unnötig wieder auf. Als Bayerschmidt einen Wurf von Semmelroth hielt und Tobias Büttner den Abpraller per Gegenstoß zum 14:17-Anschluss in der 47. Minute im Hüttenberger Tor versenkte, wurde es auf einmal richtig spannend. Nur gut, dass Fernandes vom Kreis, Wernig per Tempogegenstoß und Linksaußen Tom Warnke mit ihren Toren zum 20:14 die aufkeimenden Gäste-Hoffnungen erstickten. Wernig mit einem Dreher sorgte dann für den 22:17-Endstand. »Die verlorenen Überzahlsituationen müssen wir ansprechen. Da hatten wir mit erfahrenen Spielern auf dem Feld unklare Angriffssituationen«, kritisierte Übungsleiter Eyjólfsson abschließend.

Sprungbrett TV 05/07 Hüttenberg

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Dezimiertes Team verliert trotz großem Kampf (Spielbericht SV 08 Auerbach)

21/9/2015

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Erst am frühen Sonntagmorgen kehrten die Handballer des SV 08 Auerbach von ihrer ersten Auswärtsfahrt zurück und hatten trotz erneut aufopferungsvollem Kampf und guter Leistung eine 22:17 (12:7) Niederlage gegen den Zweitligaabsteiger TV 05/07 Hüttenberg im Gepäck. Mit nun 2:6 Punkten belegen die Oberpfälzer weiterhin Platz Neun in der noch jungen Tabelle.

Sich wieder gegen ein Top-Team teuer verkauft, aber wieder verloren – so oder so ähnlich könnte man das Spiel des SV 08 Auerbach in Hüttenberg zusammenfassen. Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson bescheinigte den Gästen eine gute Leistung und machte ihnen ebenso Hoffnungen, wie schon die Übungsleiter der vorherigen drei Gegner. „Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen unangenehm zu spielenden Gegner.“

Dabei zeigte sich erneut die Abwehrreihe des Aufsteigers als der bessere und effektivere Teil der Blau-Weißen. Mit einer aggressiven und aufmerksamen 3-2-1 Formation stellten die Gäste den haushohen Favoriten von Anfang an immer wieder vor einige Probleme. Einzig auf die taktische Variante des siebten Feldspielers, den Aðalsteinn Eyjólfsson im Verlauf des gesamten Spieles immer wieder aufs Feld beorderte, um die Unterzahl bei Strafzeiten auszugleichen, fand man keine wirklich effektive Lösung.  Der TV Hüttenberg ging zwar mit 2:0 in Führung, hatte für die beiden Treffer jedoch mehr als fünf Minuten gebraucht. Dennoch sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit für den Favoriten aus, was vor allem daran lag, dass Auerbach nicht am sehr gut haltenden Torhüter Matthias Ritschel vorbei kam. Ein ums andere Mal parierte er die Wurfversuche der Gäste und ließ vor allem die etwa 20 mitgereisten Blau-Weißen Fans fast verzweifeln. Das Team um Tobias Wannenmacher behielt jedoch die Ruhe, stemmte sich gegen die Angriffe des TVH und konnte bis zur 10. Minute durch zwei schnelle Tore von Kenny Schramm und Maximilian Lux ausgleichen.

Die nächsten Minuten ließen keinen wirklichen Favoriten erkennen. Zwar legten die Mittelhessen immer wieder einen Treffer vor, doch auch die Abwehr der Auerbacher eroberte sich ihre Bälle und kam zu Toren. So netzte der an diesem Tag sehr gut aufgelegte Kenny Schramm in der 17. Minute zum erneuten Ausgleich (5:5) ein. Die sollte jedoch das letzt Unentschieden des Spieles sein, denn schon kurze Zeit später (22.) hatten die Gastgeber einen Drei-Tore-Vorsprung herausgeworfen und sich auf 8:5 abgesetzt. Die Angriffsbemühungen der Gäste waren zu ineffektiv, immer wieder rannte man sich in der großgewachsenen Abwehr fest oder scheiterte an Matthias Ritschel. Als auch noch Abwehrchef Tobias Wannenmacher mit einem Cut über dem Auge das Spielfeld verlassen musste, musste man mit dem Schlimmsten rechnen. Doch das sowieso schon dezimierte Team – neben dem Langzeitverletzten Matthias Schnödt fehlte auch Ferdinand Neuß (Abiturfahrt) – kämpfte aufopferungsvoll weiter und ließ den Abstand vorläufig nicht zu sehr anwachsen. Immer wieder konnten die Blau-Weißen ihre Nadelstiche setzen, Bälle erobern und mit schnellen Gegenstößen einigermaßen den Anschluss halten. Zum Glück stellte sich die Verletzung des Spielertrainers als nicht so gravierend heraus, sodass er seinen Abwehrverbund zusammenhalten konnte. Kurz nachdem Maximilian Lux einen Strafwurf vergeben hatte, erhöhten die Gastgeber mit dem Pausenpfiff dennoch auf 12:7.

Kurz nach der Pause dann eine Schrecksekunde für die Gäste. Philipp Schöttner verletzte sich bei einer Defensivaktion am linken Ellenbogen und konnte das Spiel nicht mehr fortsetzen. Die kurze Verwirrung nutzten die Hausherren und erhöhten ihren Vorsprung noch einmal auf 14:7. Schon sah es nach einer deutlichen Schlappe für den Aufsteiger aus. „Zu diesem Zeitpunkt ging nochmal ein Ruck durch die Mannschaft, so wollte man sich nicht abschlachten lassen“ erklärte Felix Müller nach dem Spiel. „Leider hatte ich heute einen dieser Tage, an denen gar nichts läuft. Ich konnte der Mannschaft leider überhaupt nicht helfen.“ Da auch Andreas Wolf und Maximilian Lux bei ihren Gegenspielern meist gut aufgehoben waren, tat sich die Auerbacher Offensive über die gesamte Spielzeit sehr schwer. Doch was den Oberpfälzern an spielerischen Mitteln fehlte, machten sie durch Kampfgeist wett. Der inzwischen eingewechselte Andreas Bayerschmidt zeigte bei einigen Paraden seine Klasse, entschärfte sogar einen Strafwurf und ermöglichte seinem Team das eine oder andere schnelle Gegentor. So kamen die Gäste mit einem 1:5- Lauf bis zur 47. Minute sogar noch einmal auf drei Tore heran (17:14), nur um direkt im Anschluss erneut drei Treffer zu kassieren.

Damit war das Spiel entschieden (20:14). Auerbach fehlten an diesem Tag nicht nur die Akteure, sondern auch die spielerischen Mittel, um noch einmal das Ruder herumreißen zu können. Bis zur 58. Minute konnte man zwar den Rückstand noch einmal etwas ansehnlicher gestalten (21:17), bevor man den letzten Treffer zum Endstand von 22:17 hinnehmen musste. „Allein das Ergebnis zeigt, wie wir heute gespielt haben. Nur 22 Tore gegen ein Team bekommen, das seine Gegner bisher mit durchschnittlich 30 Treffern kontrolliert hat, ist sicher kein schlechtes Ergebnis. Andererseits jedoch haben wir in der Offensive enttäuscht und selbst nur 17 Tore.“ Nach dem Spiel ist bekanntlich vor dem Spiel. Am kommenden Wochenende erwarten die Oberpfälzer den hessischen Mitaufsteiger TV Gelnhausen, der in Dresden gegen den HC Elbflorenz mit einem 28:29 Sieg für die faustgroße Überraschung des Spieltages sorgte.

Statistik:
TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Schomburg, Lambrecht (1), Wernig (5), Wagner, Warnke (2), Fernandes (1), Johansson (3), Roth (1), Mappes (2), Hofmann, Pausch, Doborac (5), Semmelroth (2)
SV 08 Auerbach: Bayerschmidt, Goebel, Tannenberger (n.e), Weiss (1), Lux (5/3), Wannenmacher, Herold, Büttner (2), Schramm (6), Müller, Wolf (3), Schöttner
Schiedsrichter: Matthias Hallmann/Lars Lieker
Zuschauer: 794
Strafwürfe: TVH 2/1 – SV 08 4/3
Strafzeiten: 5/4 (Lambrecht, Johannsson je 2x, Doborac – Weiss 2x, Lux, Büttner)
Spielfilm: 2:0, 2:2, 4:4, 5:5, 8:5, 9:7, 12:7 – 13:7, 15:8, 16:9, 16:12, 17:12, 17:14, 21:15, 21:17, 22:17

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Torgefahr droht von Maximilian Lux + Ein nicht zu unterschätzender Gegner (Vorberichte TV 05/07 Hüttenberg)

18/9/2015

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Torgefahr droht von Maximilian Lux
3. LIGA TV Hüttenberg hat erneut einen Aufsteiger zu Gast

HÜTTENBERG - (po). Am vergangenen Wochenende sprach man beim TV Hüttenberg von einem bestandenen Charaktertest. Es war nicht die allerbeste Leistung, mit welcher der Tabellenführer der 3. Liga Ost der Handballer mit dem 26:22-Auswärtssieg beim TV Kirchzell auf sich aufmerksam machte, sondern vielmehr der kühle Kopf und die Systemtreue bei aufgeladener Stimmung und gefüllter Auswärtshalle.

„Das war unser erster richtiger Test, den wir ziemlich gut bestanden haben. Doch auch im nächsten Spiel wird es kaum leichter werden“, meint Trainer Adalsteinn Eyjolfsson, der morgen Abend um 19.30 Uhr mit seinen Schützlingen den SV Auerbach empfängt. Ähnlich wie der USV Halle ist auch der kommende Gegner aus der Oberliga aufgestiegen, dürfte aber spielerisch ein ganz anderes Kaliber aufbieten als das Team aus Sachsen-Anhalt. So sind die Oberpfälzer mit einem Sieg aus drei Partien gegen Bad Neustadt, Elbflorenz und Rödelsee in Anbetracht des Favoritenstatus der ersten beiden Mannschaften ordentlich gestartet. „Auerbach spielt eine sehr aggressive Abwehr und ist ziemlich offensiv ausgerichtet. Es wird sich zeigen, welches Team sich mit seiner Offensivkraft besser durchsetzen kann“, analysiert Eyjolfsson weiter. Besonders gegen den TSV Rödelsee spielte das Kollektiv aus dem Nürnberger Land eine bärenstarke Verknüpfung aus Abwehr- und Angriffsspiel und hatte seinen Gegenüber schon zur Halbzeit mit sechs Treffern distanziert.

„Im Grunde wird in Auerbach die Erlanger Philosophie weitergeführt. Auf eine solche Spielweise können wir uns einstellen“, sagt der TVH-Coach weiter, der auch auf die beiden ehemaligen Erlanger Andreas Bayerschmidt und Spielertrainer Tobias Wannenmacher verweist. Die größte Torgefahr des SV geht allerdings von Linkshänder Maximilian Lux aus. Der erst 20-jährige Shooter aus dem rechten Rückraum hatte sich schon in der Bayernliga-Saison 2014/15 die Torjägerkanone geangelt und befindet sich wieder auf bestem Wege, auch in dieser Runde um den Titel mitzuwerfen. So traf der „nur“ 1,81 Meter große Blondschopf bislang schon 25 Mal.

Demnach ist den Hüttenbergern dringend anzuraten, auch in diese Begegnung mit höchster Konzentration zu gehen, um schließlich mit weißer Weste auf das Topspiel gegen den HC Elbflorenz zuzusteuern. „Abgesehen von den beiden Langzeitverletzten werden wir voraussichtlich mit voller Personalmontur antreten können“, sagt Eyjolfsson.

Sprungbrett TV 05/07 Hüttenberg


Ein nicht zu unterschätzender Gegner

In zeitgemäßer Ausdrucksform würde man sagen der TVH ist derzeit im Flow. Noch ganz anders als in der letzten Saison, erzwingen die Blau-Roten momentan in den entscheidenden Situationen ihr Glück und gelangten zuletzt durch einen kühlen Kopf zu zwei wichtigen Auswärtspunkten beim TV Kirchzell, auch wenn nicht unbedingt jeder Akteur seinen besten Tag erwischte. Daran wollen die Mittelhessen anknüpfen und sich bis zum kommenden Topspiel gegen den HC Elbflorenz schon mal heiß werfen.Dabei dürfen die Schützlinge von Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson allerdings nicht den Fehler machen und den heutigen Gegner aus Auerbach auch nur ansatzweise unterschätzen. Die Truppe aus der Oberpfalz holte aus den ersten drei Begegnungen zwar lediglich einen Sieg, doch auch die knappen Resultate gegen die Favoriten aus Dresden und Bad Neustadt konnten sich sehen lassen. „Im entscheidenden Moment haben wir unsere Chancen nicht verwertet, das zieht sich derzeit wie ein roter Faden durch unser Spiel“, monierte Spielertrainer Tobias Wannenmacher nach der Partie gegen den HCE.

Dennoch wird das Ziel für den TVH lauten, die bayrischen Aufsteiger gar nicht erst zu vielen Chancen kommen zu lassen. Diese Aufgabe wird für die Hausherren wohl schon mit hinreichender Brisanz gesäumt sein, so bieten zum Beispiel die ehemaligen Erlanger Tobias Wannenmacher und Keeper Andreas Bayerschmidt durchaus Bundesligaerfahrung auf. Gefährlichster Werfer der Auerbacher ist allerdings Linkshänder und amtierender Bayernliga-Torschützenkönig Maximilian Lux, der auch in dieser Saison schon 25-mal netzte.

„Auerbach hat durch ehemaligen Spieler des HC Erlangen viel Erfahrung in der Mannschaft und auch ein bisschen deren Spielphilosophie übernommen. Die gut funktionierende 5:1-Abwehrformation der Erlangener wird auch durch Auerbach sehr gut umgesetzt“, so der isländische Übungsleiter des TVH im Rahmen der Spieltagspressekonferenz. „Über die gute erste und zweite Welle schaffen sie es immer wieder zu einfachen Toren, die es von uns zu unterbinden gilt. Wichtig wird es sein, im Angriff die Fehlerzahl so gering wie möglich zu halten um die konterstarken Oberpfälzer erst gar nicht zum Gegenstoß kommen zu lassen. Des Weiteren haben sie mit Maximilian Lux einen großgewachsenen Shooter im linken Rückraum, der für enorme Torgefahr sorgt und zusammen mit den Außenspielern in den ersten Spielen die meisten Treffer für Auerbach erzielte.“

Anpfiff für die am Samstag stattfindende Partie ist wie gewohnt um 19.30 Uhr im Sportzentrum Hüttenberg. Tickets gibt es noch unter tickets@tv-huettenberg.de oder an der Abendkasse ab 17 Uhr.

 Sprungbrett: TV 05/07 Hüttenberg

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Erstes Auswärtsspiel ausgerechnet in Hüttenberg (Vorbericht SV 08 Auerbach)

18/9/2015

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Der vierte Spieltag hält für die Handballer des SV 08 Auerbach nicht nur das erste Auswärtsspiel bereit, sondern serviert ihnen auch gleich mit dem langjährigen Erst- und Zweitligisten TV 05/07 Hüttenberg den nächsten schweren Brocken. Dass es den Mittelhessen trotz Abstiegs aus der 2. Bundesliga gelang, ihr Team größtenteils beisammen zu halten, macht sie fast automatisch zum ersten Anwärter auf die Meisterschaft. Anpfiff in der Sporthalle Hüttenberg ist um 19:30 Uhr, der Bus fährt um 13:00 Uhr.

Erstmals in dieser Saison begeben sich die Handballer des SV 08 Auerbach auf eine Auswärtsfahrt. Dabei steht mit etwa 330 Kilometern gleich eine der weitesten Strecken an. Das Ziel ist Hüttenberg, eine Gemeinde im Lahn-Dill-Kreis mit etwa 10.500 Einwohnern. Sie liegt zwischen Wetzlar, Butzbach und Gießen südlich der Lahn und ist in den 1970er Jahren durch den Zusammenschluss mehrerer kleinerer Gemeinden entstanden. Von Wetzlar aus hatte lange zuvor Johann Wolfgang Goethe im Ortsteil Volpertshauesn einen Ball besucht und die Erlebnisse in seinem Werk „Die Leiden des jungen Werther“ geschildert. Neben mehreren mittelalterlichen Kirchen zählt auch das ehemalige Jägerhaus, seit 1992 „Goethehaus“ und Heimatmuseum, zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Hüttenberg ist die Produktion von Handkäse, einer hessischen Spezialität. Vier der sechs mittelhessischen Produzenten sind hier ansässig.

Weit über Mittelhessen hinaus bekannt wurde die Gemeinde jedoch durch ihren Handballverein. In den 70er und 80er Jahren spielte der TV Hüttenberg nicht nur 15 Jahre in der 1. Bundesliga, sondern brachte auch bekannte Spieler hervor wie Horst Spengler, Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1978, Harald Ohly oder Klaus Meineke. Bekannte ehemalige Trainer waren Rudolf Spengler, Jan Gorr, aktueller Trainer des HSC 2000 Coburg und ehemaliger Co-Trainer des deutschen Nationalteams oder auch Keiko Karrer. In den 1990er Jahren wurde der TV durch den Lokalrivalen HSG Wetzlar überflügelt und musste zeitweise sogar den Gang in die Regionalliga antreten. 2004 stieg man wieder in die 2. Bundesliga auf und schaffte 2011 sogar die Rückkehr in die stärkste Liga der Welt. Dieses Gastspiel währte allerdings nur ein Jahr und am Ende der Saison 2014/15 musste man den nächsten Abstieg in die 3. Liga hinnehmen.

Trotz einiger Abgänge wurde das Team nur mit drei Neuzugängen verstärkt. Rechtsaußen Thimo Wagner (24) vom Liga-Konkurrenten HSG Rodgau-Nieder-Roden, Mittelmann und früherer tschechischer Nationalspieler Tomàs Sklenàk (33) vom ThSV Eisenach sowie der im linken Rückraum agierende Sebastian Roth (30) vom HSC 2000 Coburg komplettierten ein Team, das nun auf jeder Position mindestens doppelt besetzt ist. Slenàk fällt jedoch wegen eines Kreuzbandrisses noch einige Zeit aus. Als sich in der Vorbereitung mit Maximilian Kraushaar (22, RL) ein weiterer Leistungsträger am Knie verletzte, wurde kurzerhand Damir Doborac (34) zurückgeholt. Der bosnische Nationalspieler war erst im Juni abgegangen. Nicht nur am 17 Mann starken Kader kann man deutlich den Willen zum direkten Wiederaufstieg erkennen, sondern auch an der professionellen Vereinsführung und Betreuung der Mannschaft. So kümmert sich ein fast genauso starkes Team an Trainern und Betreuern um die Belange der Spieler. Neben dem isländischen Trainer Aðalsteinn Eyjólfsson  (38) gibt es einen Co-Trainer und einen sportlichen Leiter, es gibt Torwart-, Reha- und Krafttrainer. Dazu gesellen sich mindestens drei Teambetreuer und ein medizinisches Team aus Mannschaftsarzt und mehreren Physiotherapeuten.

„Hüttenberg ist eindeutig Aufstiegsfavorit Nummer eins in der Oststaffel“ meinte der Auerbacher Spielertrainer Tobias Wannenmacher unter der Woche. „Der große Unterschied zum HC Elbflorenz ist, dass sie ein eingespieltes Team haben, das in der Lage und gewohnt ist, einen schnellen und aggressiven Handball zu spielen.“ Ein schwieriges Unterfangen steht also an für den erneut dezimiert antretenden Aufsteiger aus der Oberpfalz. Matthias Schnödt muss in der kommenden Woche eine Arthroskopie seines verletzten Knies durchführen lassen, was letztlich bedeutet, dass er etwa sechs weitere Wochen ausfallen und möglicherweise erst zur Rückrunde wieder einsatzbereit sein wird. Daneben war unter der Woche noch nicht klar, ob Ralph Weiss am Samstag auflaufen kann. „Wenn man sich die Bilder des vergangenen Wochenendes noch einmal anschaut, sieht man, dass wir trotz der einigermaßen zufriedenstellenden Leistung noch viel zu viele individuelle Fehler machen“ so Wannenmacher am Rande einer Trainingseinheit. Dass ein Gegner wie Hüttenberg diese sofort bestraft, haben schon Mitabsteiger Baunatal und Aufsteiger Halle erleben müssen, die beide mit deutlichen Niederlagen abgefertigt wurden. Lediglich der TV Kirchzell konnte sich am letzten Samstag mit einem ansprechenden 22:26 aus der Affäre ziehen. „Wir stehen trotz Allem vor einer ähnlichen Aufgabe wie am vergangenen Samstag und müssen als Außenseiter versuchen, so lange wie möglich mitzuhalten um uns einigermaßen gut aus der Affäre zu ziehen“ lautete die Vorgabe des Auerbacher Trainers.

Aufstellung: Bayerschmidt, Goebel, Tannenberger, Weiss (?), Neuß, Lux, Wannenmacher, Herold, Büttner, Schramm, Müller, Wolf, Schöttner

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Ein schweres Stück Arbeit in Auerbach (Spielbericht HC Elbflorenz Dresden)

14/9/2015

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Wenn alle in der Halle nach dem Spiel ihre jeweilige Mannschaft feiern, scheinen beide Fanlager zufrieden mit ihrer Mannschaft. Vielleicht war es bei den Dresdner Fans aber auch mehr die Erleichterung über das Ergebnis, als die Zufriedenheit im Blick auf die Leistung. Man weiß es nicht. Eine Saison der immer wiederkehrenden Erleichterung will der HC Elbflorenz aber nach Möglichkeit nicht spielen. Auch eine Saison der unglaublichen Leichtigkeit wird es nicht werden. Allerdings irgendwo zwischen Erleichterung und Leichtigkeit sollte der HC Elbflorenz seinen Weg finden. Am besten so schnell wie möglich.

Nach 35 Sekunden sendete HCE-Keeper Timo Meinl das erste Lebenszeichen. Er parierte den ersten Wurf der Gastgeber. Danach folgten noch 22 weitere Lebenszeichen von ihm. So war er erneut einer der Sieggaranten. Der HC Elbflorenz erwischte mit Toren durch Boese und Gress auch im Angriff den besseren Start. Außerdem konnte ein gut aufgelegter Hannes Lindt wichtige Akzente setzen. Er erzielte 4 Treffer in der Anfangsviertelstunde. In der 7. Minute trafen die 08er dann das erste Mal. Für die oberpfälzischen Gastgeber war das wie eine Initialzündung. Zunächst blieb der HC Elbflorenz aber noch leicht Spiel bestimmend. In der 20. Minute war dann die Helmut-Ott-Halle komplett aus dem Häuschen, denn der Aufsteiger erzielte durch den guten Rechtsaußen Maximilian Lux das 8:8. Wenig später stieg der Lärmpegel noch einmal, denn die Hausherren legten das erste Mal vor (10:9). Den Ausgleich der Dresdner beantworten die Auerbacher mit einem Kempatrick zum 11:10. Die HCEler schüttelten sich kurz und schlugen dann zurück. Rico Göde traf in Überzahl zum 11:11. Gleicher Göde erzielte auch unnachahmlich das 13:11 kurz vor der Pause. Zwischendurch hatte Tim-Philip Jurgeleit nach starkem Pass von Hannes Lindt von Linksaußen zum 12:11 getroffen. So ging der HC Elbflorenz durch seinen Halbzeitendspurt mit einer 13:11 in Front liegend in die Pause.

Die zweite Halbzeit stand unter dem Motto spannend aber teilweise hektisch. Zudem bemühten sich beide Mannschaften etwas mehr Platz auf der Platte zu schaffen. Beide Teams sammelten so einige Zeitstrafen. Dabei waren die Dresdner zunächst ganz gut in die zweite Spielhälfte gekommen. Ab der 35. Minute wurde es aber zunehmend hitzig. Der HC Elbflorenz führte zu dieser Zeit mit 17:13. Für die Sachsen folgten jetzt allerdings mehr als sieben torlose Minuten. Auf der anderen Seite nahmen die Auerbacher die „ausgesprochenen Einladungen“ zum Tore werfen nicht in letzter Konsequenz an. Beim Stand von 17:15 vereitelte Timo Meinl bspw. zwei Auerbacher Konter. Letztendlich kassierten die Dresdner dann doch das 17:16. In der 43. Minute traf dann Hannes Lindt endlich wieder für die Gäste (18:16). Die Hausherren blieben den Dresdnern aber auf den Fersen und konnten so in der 51. Minute durch Andreas Wolf das 19:19 erzielen. Eine Minute später gingen die 08er sogar mit 20:19 in Führung. Bei den Dresdnern schaltete wie schon in der Vorwoche vor allem Sebastian Gress noch einmal einen Gang höher. Er erzielte das wichtige 20:20. Nils Kretschmer und Rene Boese legten dann nach zwei Ballgewinnen die Tore 21 und 22 nach (22:20). Auerbach nahm die Auszeit. Die Dresdner ließen sich nun aber nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Sebastian Gress erzielte dann in seinem unvergleichlichen Stil die Tore zum 23:21, 24:22 und 25:23, bevor Nils Kretschmer mit dem Treffer zum 26:23 fünf Sekunden vor dem Ende den Schlusspunkt setzte.

Ein Teil des Fazits lieferten Mannschaftskapitän Timo Meinl und Trainer Peter Pysall. Timo Meinl: "Kämpferisch sicherlich ok, allerdings belohnen wir uns im Moment nicht für den Aufwand den wir unter der Woche betreiben. Spielerisch fehlt uns derzeit noch die Sicherheit, die hoffentlich bald kommt." Peter Pysall: „Am Ende konnten wir mehr Erfahrung in die Waagschale werfen. Chapeau an meine Mannschaft für die kämpferische Leistung.“ Abgesehen von der eher durchwachsenen Dresdner Leistung, lieferten sich beide Fanlager allerdings eine Auseinandersetzung auf höchstem Niveau oder wie ein Auerbacher Trommler nach dem Spiel sagte: „Geiler Wettstreit mit den Trommeln.“ Die Dresdner Fans haben die Balance aus Virtuosität und Arbeit bei ihren Auftritten schon gefunden. Es wird also nun Zeit, dass die Mannschaft nachzieht. Dem Oberpfälzer Gastgeber aus Auerbach muss man für seine Leistung ein dickes Kompliment machen.

Tore: Bastian, Jurgeleit 3, Boese 3, Lindt 5, Desler, Göde 4, De Santis, Blasczyk, Kretschmer 5, Gress 6, Quade, Hartmann (n.e.), Matschos (n.e.), Balster/Meinl (beide Tor)

Sprungbrett: HC Elbflorenz Dresden

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Auerbach unterliegt Favorit nur knapp (Spielbericht SV 08 Auerbach)

14/9/2015

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Die Handballer des SV 08 Auerbach mussten sich am dritten Spieltag trotz aufopferungsvollem Kampf knapp dem haushohen Favoriten HC Elbflorenz aus Dresden mit 23:26 (11:13) geschlagen geben und belegen mit jetzt 2:4 Punkten Platz 9. Dabei konnten die Oberpfälzer die Partie nicht nur bis zur 58. Minute offen halten, sondern hatten zwischenzeitlich sogar die Möglichkeiten, das Ergebnis noch besser zu gestalten. Unter den erneut etwa 400 Zuschauern saßen auch einige, vom Verein eingeladene Flüchtlinge aus Afghanistan.

Kaum ein Thema beherrscht die Schlagzeilen dieser Tage mehr, als die dramatischen Ereignisse in Syrien, Afghanistan und anderen von Bürgerkriegen oder Hungersnöten betroffenen Ländern und der daraus erwachsende Flüchtlingsstrom in Richtung Europa. Auch die Handballer des SV 08 Auerbach wollten sich ihrer Verantwortung nicht entziehen und luden deshalb die Flüchtlinge aus der Umgebung in die Helmut-Ott-Halle zur Partie gegen den HC Elbflorenz ein. Acht Jugendliche aus Afghanistan folgten der Einladung und staunten nicht schlecht über das, was ihnen da geboten wurde.

Doch auch die übrigen etwa 400 Zuschauer kamen über weite Strecken des Spieles kaum aus dem Staunen heraus. Der Aufsteiger aus Bayern machte es dem hochfavorisierten Team aus Sachsens Hauptstadt lange Zeit schwer und musste sich erst am Ende knapp mit drei Toren Rückstand geschlagen geben - und das trotz zahlenmäßiger und teilweise auch körperlicher Unterlegenheit. Neben Matthias Schnödt war unter der Woche auch noch Ralph Weiss verletzungsbedingt ausgefallen. So mussten die Gastgeber mit lediglich zehn Feldspielern antreten, gegen ein Team, das von Vielen als einer der Top-Favoriten auf den Aufstieg in die 2. Bundesliga angesehen wird und das für alle Positionen eine gleichwertig starke Doppelbesetzung aufweisen kann. Doch was die Gäste an individueller Stärke und Bundesligaerfahrung aufboten, machten die Blau-Weißen durch Einsatz, Kampfesmut und Herz wieder wett. Auerbach ließ sich weder durch den von Beginn an sehr gut haltenden Timo Meinl, noch von einem erneuten 0:2 Rückstand übermäßig beeindrucken und hielt relativ befreit dagegen. Vor allem in der Defensive zeigte sich das Team um Abwehrchef Tobias Wannenmacher sehr konzentriert und brachte die Gäste nicht nur immer wieder an den Rand des Zeitspiels, sondern veranlasste ihn auch zu Fehlern.

„Man hat gesehen, dass unser neu zusammengestelltes Team noch nicht über die nötige Einheit verfügt“ erklärte Dresdens Trainer Peter Pysall nach dem Spiel. „Es dauert einfach seine Zeit, bis sich die nötigen Automatismen einschleifen.“ Als Maximilian Lux sein erstes von vier aufeinander folgenden Toren per Strafwurf erzielte (1:2), waren bereits fast sieben Minuten verstrichen, wobei manch einer der Zuschauer noch davon ausging, dass die Gastgeber bereits sieben Minuten glücklich überstanden hätten. Doch es entwickelte sich ein spannendes und hochklassiges Spiel, in dem der Favorit zwar meist mit ein, zwei Toren in Führung lag, seine Klasse und Überlegenheit jedoch nicht wie erwartet entfalten durfte. Auerbach hing den Gästen wie ein Terrier am imaginären Hosenbein und ließ sie nicht zur Entfaltung kommen. Spätestens als Maximilian Lux in der 20. Minute einen 3:1 Lauf seines Teams zum 8:8 Ausgleich abschloss, war auch dem letzten Zuschauer klar, dass dies ein spannendes Spiel werden könnte. Dabei hatte „Luxi“ kurz zuvor sogar noch einen Strafwurf vergeben. „Das ist der große Unterschied von der Bayern- zur 3. Liga“ meinte Tobias Wannemacher nach dem Spiel. „Da wo wir hier bestenfalls ein 3:1 und damit den Ausgleich schaffen, haben wir in der vergangenen Saison oftmals sieben oder acht Tore am Stück erzielt und das Spiel für uns entschieden.“ Dennoch war das Publikum schon jetzt mit seinem Team zufrieden und stand fast Kopf, als Andreas Wolf in der 22. Minute die erste (10:9) und fünf Minuten später per Kempa-Tor die zweite Führung (11:10) erzielte. Dass die Blau-Weißen dennoch mit einem 11:13 Rückstand in die Kabine gingen, lag zum Gutteil auch an der Tatsache, dass sie die letzten Minuten bis zur Pause mit Strafzeiten belegt nur in Unterzahl agieren durften.

Bereits kurz nach Wiederanpfiff erhöhte der HC Elbflorenz seinen Vorsprung erstmals auf drei Tore und legte in der 35. Minute – erneut in Überzahl - sogar noch einen Treffer drauf (13:17). Was sich bereits kurz vor der Halbzeitsirene abgezeichnet hatte, trat nun verstärkt hervor. Immer wieder gab es beiderseits Beschwerden über die Entscheidungen der streckenweise unsicher leitenden Unparteiischen, Zeitstrafen gegen Spieler und Verwarnungen gegen Offizielle wurden ausgesprochen und das jederzeit faire Spiel geriet in ein unnötig hektisches Fahrwasser. Was kaum jemand zu glauben gewagt hatte, kamen die Gastgeber diesmal sogar besser mit dieser Situation zurecht. Erst ab der 45. Minute hatten sich die Wogen wieder geglättet und das Spiel konnte in seine spannende Schlussphase gehen. Auerbach hatte sich wieder auf ein Tor herangekämpft (17:18), musste zwar einen Gegentreffer hinnehmen, ließ dann jedoch drei Treffer am Stück folgen und lag zur Überraschung und zur Freude der immer lauter werdenden Tribüne in der 52. Minute mit 20:19 in Front. Die letzten Minuten gehörten dann jedoch eindeutig Sebastian Gress. Der Spielmacher der Gäste düpierte ein ums andere Mal mit feinen Einzelaktionen die Auerbacher Abwehr und drückte mit vier Toren dem Spiel seinen Stempel auf. Auch wenn sich die Gastgeber nicht unterkriegen ließen und bis zur 59. Minute den Rückstand noch einmal auf einen Treffer verkürzen konnten (23:24), am Ende musste man sich doch der individuellen Stärke und der größeren Erfahrung des Favoriten geschlagen geben.

„Glückwunsch meiner Mannschaft zum Sieg, aber auch Chapeau vor der Leistung des Heimteams“ lautete das Fazit von Peter Pysall. Tobias Wannemacher zeigte sich einerseits zufrieden mit dem Spiel, andererseits aber enttäuscht über den Ausgang. „Wir haben defensiv wie offensiv eine gute Leistung abgeliefert, aber die Punkte haben wir verloren. Im entscheidenden Moment haben wir unsere Chancen nicht verwertet oder durch Fehler dem Gegner geholfen, ein Problem, das uns wie ein roter Faden durch die 3. Liga verfolgt und an dem wir noch intensiver arbeiten müssen.“

Statistik:
SV 08 Auerbach: Bayerschmidt, Goebel, Tannenberger (1), Neuß, Weiss (n.e.), Lux (7/3), Wannenmacher (3), Herold (1), Büttner, Schramm (2), Müller (4), Wolf (4), Schöttner (1)
HC Elbflorenz: Balster, Meinl, Bastian, Jurgeleit (3/1), Boese (3), Lindt (5), Desler, Göde (4), De Santis, Blasczyk, Kretschmer (5), Gress (6), Quade
Strafzeiten: 6/5 (Wolf, Müller je 2, Wannenmacher, Tannenberger – Kretschmer (2), Lindt, Blasczyk, Jahn (Off.)
Strafwürfe: SV 08 3/2 – HC Elbflorenz 1/1
Schiedsrichter: Stefan Walter / Florian Weinig
Zuschauer: 400
Spielfilm: 0:1, 0:2, 1:3, 2:4, 4:5, 6:8, 8:8, 9:9, 10:9, 11:10, 11:11, 11:13 – 11:14, 13:17, 16:17, 17:19, 19:19, 20:19, 20:22, 22:23, 23:24, 23:26

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